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Susanna Montua 

 

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Rezensionen

Da ich vor gar nicht langer Zeit mit meinen Rezensionen zu meiner lieben Freundin Annika umgesiedelt bin, finden Sie hier den Lesekatzen-Blog eingebettet. Mittlerweile sind wir durch Key und Valli gewachsen.

Dort gibt es stets im Wechsel von uns spannende und ehrliche Meinungen, zu den unterschiedlichsten Büchern und Genres.

 

Wenn Sie Interesse an einer Rezension Ihres Buches haben, scheuen Sie sich bitte nicht, uns Lesekatzen zu kontaktieren.

 

Und nun - viel Vergnügen.

19.09.2017
Aenna
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"Die grossen Götter Indiens - Grundzüge des Hinduismus und Buddhismus" von Hans Wolfgang Schumann Verlag: Diederichs gelbe Reihe, 2006 Preis: 19,99 € (gebundene Ausgabe) Seitenzahl: 256 ISBN: 978-3-7205-2854-2 Klappentext: Das Buch befasst sich ausführlich mit den beiden großen Religionen Indiens: dem Hinduismus und dem Buddhismus. Es beschreibt kompakt und präzise ihre religiösen Grundlehren - die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten. Das Buch zeigt alle beschriebenen Götter und Buddhas und erläutert sie ikonographisch. Es vermittelt ein Basiswissen sowohl für Asienreisende, die Indiens faszinierende Kultur begreifen wollen, als auch für Menschen, die in indischen Religionen Orientierung für ihr Leben suchen. Meine Meinung: Ich habe mit dieses Buch bestellt, um mich auf meine Indienreise vorzubereiten. Da die Religion hier (mittlerweile bin ich in Bangalore) eine große Rolle spielt, empfinde ich es als wichtig, wenigstens ein paar Grundlagen zu kennen. Leider bin ich mir unsicher, ob ich mein Ziel mit diesem Buch erreichen konnte. Positiv zu bewerten ist zweifellos das umfangreiche Wissen des Autors. Ich bin mir sicher, dass lange Recherchen die Grundlage für die Arbeit an dem Buch gebildet haben. Allerdings ist es mit nur geringen Grundkenntnisse gerade durch diese vielen Details sehr schwierig dem Buch zu folgen. Das ist beispielsweise bei den ausführlichen Beschreibungen der Götter der Fall. Es gibt zwar (sehr schöne) Skizzen, aber trotzdem ist das hin- und herschauen ziemlich umständlich. Vielleicht wäre es eine gute Alternative gewesen statt des Fließtextes die Figuren zu beschriften. Gut gefallen haben mir die Geschichten und Sagen rund um die Götter. An einigen Stellen hätte lediglich etwas besser zwischen wichtigen und eher unwichtigen Sachen unterschieden werden können. Denn wer die Grundzüge kennenlernen will, braucht nicht über jedes Details bescheid zu wissen. Das alles kann man sich sowieso nicht merken. Dazu kommt, dass vieles sehr schwer zu verstehen ist, da der Autor sich wissenschaftlicher Ausdrücke bedient. Da das Buch im Klappentext auch Reisenden etc. empfohlen wird, hätte meiner Meinung nach deutlich mehr wert auf eine gute Lesbarkeit gelegt werden müssen. Aber gut: All die genannten Dinge kann man mit Sicherheit verschieden sehen - insbesondere wenn man ein anderes Vorwissen hat. Wirklich Probleme habe ich dagegen mit dem Untertitel: "Grundzüge von Hinduismus und Buddhismus". Eine echte Einführung in die Religion an sich gibt es nämlich definitiv nicht. Stattdessen konzentriert sich der Autor auf die Götter und vor allem auf deren Äußerlichkeiten. Hin und wieder wirft er den Verehrern der einen oder anderen Gottheit/ Religion vor, dass sie manche Dinge auf eine bestimmte Weise darstellten um andere Götter/ Religionen zu schwächen. Dazu gibt es jedoch keinen Beleg. Um das Ausleben der Religion geht es dagegen so gut wie gar nicht. Das ist in so einem kurzen Band natürlich auch sehr schwierig bis unmöglich. (Allein über die Grundzüge des Buddhismus könnte man eine ganze Buchreihe schreiben.) Aber warum gibt es den Untertitel und den Hinweis darauf im Klappentext? Auf mich wirkt es so, als hätte die Zielgruppe vergrößert werden sollen. Nach meiner Kritik nochmal zu positiven Dingen: Das Buch ist wirklich sehr schön gestaltet.  Gleichzeitig ist es klein und leicht. Das heißt, dass ich es mitnehmen kann, wenn ich mir Tempel ansehen oder verreise. Als Nachschlagewerk, um sich über die gesehenen Götter zu informieren, ist es sehr gut geeignet. Und auch sonst sind die enthaltenen Informationen für Interessierte empfehlenswert.
Das Schreiben und das Leben von Stephen King Verlag: Heyne, 2011 Preis: 9,99 €/ 10,99 € (ebook/ Taschenbuch) Seitenzahl: 384 ISBN: 978-3-453-43574-2 Inhalt:  Der Titel ist gleichzeitig eine sehr gute Inhaltsangabe. Stephen King verrät in diesem Buch einige Anekdoten aus seinem Leben, die ihn zu Schriftsteller gemacht haben. Der zweite Teil des Buches enthält einen Schreibratgeber. Meine Meinung: Dieses Buch wurde mir sehr oft empfohlen, es hat gute Kritiken bekommen und da ich selbst schreibe, hat es mich gleich doppelt interessiert. Ich mag Stephen Kings Schreibstil, auch wenn seine Themen nur selten meinen Geschmack treffen. Deswegen wollte ich die Chance nutzen, etwas von ihm zu lernen. Das Buch lässt mich mit sehr unterschiedlichen Eindrücken zurück. Es besteht aus drei Teilen, auf die ich zuerst eingehen werde, bevor ich mich einigen allgemeinen Themen zuwende. Teil 1: Das Leben Der erste Teil besteht aus vielen (meist sehr kurzen) Kapiteln, in denen King Momentaufnahmen aus seinem Leben zeigt. Ich habe beim Lesen deutlich gemerkt, dass er die Szenen ganz bewusst ausgewählt und in Szene gesetzt hat. Das ist vollkommen okay und hat Spaß gemacht. Es sollte aber niemand das Buch in die Hand nehmen, weil er glaubt Stephen Kind danach zu kennen. Irgendwie hat er es trotz einiger sehr persönlicher Informationen geschafft, einen deutliche Distanz zu wahren. Aber wie gesagt: Ich finde das nicht schlimmer. Der Schreibstil ist flüssig und klar, sodass das Lesen Spaß macht. Teil 2: Das Schreiben Der Anfang gefällt mir gut. King bezeichnet das Schreiben als eine Art Telepathie. Ich mag den Vergleich und denke, dass man sich ihn beim Schreiben immer mal wieder vor Augen halten sollte. Nach der Einführung kommen für mich viele Sachen, die ich nicht mehr ganz so schön finde. Das erste, was mich stört, sind die nicht vorhandenen Überschriften. In Romanen ist mir vollkommen egal, ob über dem Kapitel eine Zahl, ein Wort oder ein kreativer Name steht. In einem Sachbuch finde ich gute Überschriften dagegen sehr wichtig. Denn in einen guten Ratgeber schaue ich immer wieder rein. Ich möchte etwas nachschlagen oder mir einzelne Kapitel mehrfach durchlesen. Aber ohne richtige Überschriften, ist es schwer die interessanten Stellen wiederzufinden. Die Hinweise an sich waren allesamt altbekannt. Natürlich habe ich kein Wundermittel erwartet, aber vielleicht etwas tiefergehende Hinweise. Die Buchhinweise sind am Ende länger als manch ein Kapitel. Außerdem sollte man sich beim Lesen einer Sache bewusst sein: King schreibt klipp und klar, was er denkt. Teilweise klingt es so, als wäre es anders gar nicht möglich, einen guten Roman zu schreiben. Teilweise sehe ich das anders. Schon allein, weil ich schon von anderen erfolgreichen Autoren gehört habe, die andere Strategien verwenden. Es hängt eben alles vom Autor, seinen Erfahrungen und dem Genre ab. Aber dennoch bin ich mir sicher, dass jeder eine Kleinigkeit aus dem Buch mitnehmen und ausprobieren kann. Teil 3: Der Autounfall Hinten angehängt befinden sich einige Kapitel, die eigentlich in den ersten Abschnitt gehören. King ist während seiner Arbeit an diesem Buch von einem Auto angefahren worden. Danach musste er sich zahlreichen OPs unterziehen. In dem Buch beschreibt er, wie sich das angefühlt hat und wie er danach wieder zum Schreiben gekommen ist. Das liest sich beinahe wie ein Horror-Roman. Mir ist jedenfalls ein wenig schlecht geworden. Ich finde es toll, dass King darüber geschrieben hat. Allerdings stört mich ein wenig das wie. Aber dazu komme ich im nächsten Abschnitt. Allgemeine Anmerkungen: Schreibstil: Obwohl ich Kings Stil normalerweise liebe, ist er mir diesmal an einigen Stellen auf den Senkel gegangen. Meistens lag das an Stolperfallen, wie eingeschobenen Nebensätzen und in Klammern verpackte Einwürfe. Als ich relativ weit hinten gelesen habe, dass King sich durch den zweiten und dritten Teil des Buches durchquälen musste, habe ich ihm sofort geglaubt. So klingt es nämlich leider an vielen Stellen. Außerdem haben die unzähligen Buchnahmen genervt. Richtig schlimm wurde es, wenn auch noch die Originaltitel dabeistanden. Es hätte gereicht, wenn diese erst Register aufgetaucht wären. Ebenfalls sehr nervig waren die Fußnoten, die immer erst am Ende des Kapitels aufgetaucht sind und ein Zurückblättern erzwungen haben. Das ist mit dem Tolino (oder Kindle) doppelt nervig. Die einzelnen kleinen Geschichten haben jedoch trotzdem gerade durch Kings Stil ihren Charme. Sie wirken teilweise wie Mini-Thriller. King hat immer versucht Spannung reinzubringen und ihm ging es scheinbar nie, um ein positives Ende. So ist er auch im 2. Teil vorgegangen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er auf Teufel komm raus provozieren wollte. Das ist einerseits gut: Er hat klipp und klar seine Meinung dargestellt und seine Vorgehensweise beschrieben. Er setzt sich dafür ein und steht dahinter. Das gefällt mir tausend mal besser, als wenn er mir 22 Möglichkeiten aufzählt, die er aber selbst nicht nutzt. Andererseits geht das aber auch an einigen Stellen zu weit. Es ist eben ein Sachbuch und kein Horror-Roman. Struktur: Leider habe ich auch hier negative Anmerkungen. Von einer Struktur habe ich nämlich nichts gemerkt. Es waren anscheinend zwei Abschnitte geplant. Der erste hat von selbst ganz gut funktioniert, da King meistens chronologisch vorgegangen ist. Ab dem zweiten Abschnitt sah das anders aus. Hier ging irgendwie das eine oder andere durcheinander. Ich hatte vor allem bei der Einführung das Gefühl, dass er damals noch nicht wusste, was und wie genau er schreiben will. King betont, dass er so gut wie nie plottet und bei Horror-Romanen ist das vielleicht eine gute Vorgehensweise. Aber bei einem Sachbuch ist das eher unpraktisch. Auch der dritte Teil hätte deutlich besser eingebaut werden können. Stattdessen hat King ihn einfach ans Ende gehangen. Danach folgt dann nochmal ein längeres Beispiel für die Überarbeitung. Warum steht das nicht im Kapitel über die Überarbeitung? Bleibt etwas in mir zurück? King schreibt in dem Buch, dass es sein Ziel sei, dass die Leser nach der Lektüre etwas im Kopf behalten. Sie sollen noch eine Weile drüber nachdenken, diskutieren, etwas für ihr eigenes Leben mitnehmen. Das sehe ich genauso. Und ich muss sagen, dass King das trotz aller Kritikpunkte geschafft hat. Ich habe einige Bilder und Anregungen im Kopf behalten. Ich habe mir zwei, drei Dinge gemerkt, die ich unbedingt ausprobieren möchte und ich habe Motivation gefunden. Insgesamt: Es gibt sehr viel, was mich an diesem Buch stört. Aber der letzte Punkt ist der wichtigste. Deswegen habe ich sehr lange überlegt, ob es drei oder vier Katzen werden (halbe Katzen mag ich nicht). Ich denke, dass man im Zweifel, die positivere Alternative wählen sollte. Deshalb gibt es 4 von 5 Katzen. Es schwingt jedoch die Hoffnung mit, dass wenigstens der deutsche Verlag (also Heyne) bei einer Neuauflage die Kleinigkeiten ändert, die in seiner Macht stehen.
11.09.2017
Nika
1 Kommentare
Es ist soweit, die Gewinner von "Hotline of Love" von Mia Brown aus dem Verlag Elysion-Books stehen fest: Je ein Taschenbuch gewonnen haben: ilona HRO und Bärbel Worm Herzlichen Glückwunsch! Bitte teilt uns eure Postadresse per eMail an Lesekatzen@gmail.com mit, damit sich die Bücher zu euch auf den Weg machen können. :) Für alle anderen, die an dem Buch interessiert sind, noch der Hinweis: Das eBook ist aktuell noch für 0,99 € zu haben. :)
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© Susanna Montua 2014-2016