NEWS --- NEWS

Kontakt

Neuigkeiten zu meinem Schaffen finden Sie unter News/Blog. Ein Blick lohnt sich.

 

Viel Spaß, 

Susanna Montua 

 

Haben Sie Fragen oder Wünsche? Oder einfach nur Lust, mit etwas mitzuteilen? Dann mailen Sie mir.

Tanz des Lebens - Tagwärts

Tanz des Lebens - Tagwärts

Titel: Tanz des Lebens - Tagwärts

Verlag: Aeternica Verlag

ASIN: B009FL77BU

Preis eBook: 3,99 €

 

Klappentext:

Zehn Geschichten - eine phantastischer als die andere. Obwohl sie unterschiedlicher kaum sein können, verbindet sie ein gemeinsames Thema: der geheimnisvolle, beeindruckende, außergewöhnliche Tanz des Lebens.

- Harfentanz -
Die Welt um ihn herum versinkt in absoluter Dunkelheit. Doch im Augenblick tiefster Verzweiflung eröffnet sich ihm auf wundersame Weise eine vollkommen neue Welt …

- Der König muss tanzen -
Sich ins Vergessen zu flüchten, ist ein zwar leichter, aber verhängnisvoller Weg. Gut, wenn es jemanden gibt, der nie aufgeben wird, dies zu verhindern …

- Die Berührung des Lebens -
So wie die Lebensgeister einst in diese Welt kamen, um ihren ewigen Tanz zu vollführen, so kommt unweigerlich auch der Moment, in dem sie zur nächsten weiterziehen …

- Das Ritual -
Auch wenn sie versucht, sich ihrem Schicksal zu entziehen, am Ende muss sie feststellen, dass doch alles anders ist, als es scheint …

- Burgas Seele -
Was wäre, wenn die Seelen derer, die uns lieben, uns doch näher sind, als wir ahnen?

- Isabelle - Tanz der Verbannten -
Einst einte sie ihr Schicksal. Dann entzweite sie ihre Herkunft. Nun ist die Zeit der Entscheidung gekommen, in der sich zeigen wird, was die Zukunft bereithält.

- Mit einem Sprung ins andere Dasein -
Ein Knall. Der Schuss trifft ihren Kopf. Doch anstatt zu sterben, wird sie in ein anderes Leben katapultiert …

- Der Tod und die Tänzerin -
Zum Spiel des Lebens gehören beide Seiten, um sich gegenseitig ausgleichen. Was geschieht aber, wenn sich die eine weigert weiterzuspielen?

- Krieger gegen den Zweifel -
In der für ihn schwersten Zeit tritt er eine verzweifelte Reise an, um für sich und sein Volk ein letztes Mal alles zu wagen …

- Wintersonnwendfest -
In der dunkelsten Nacht des Jahres erscheinen die uralten und tiefsten Mächte, auf dem Fest der Wiederkehr und des Lebens …

Meine Geschichte: Das Ritual

Textausschnitt aus meiner Geschichte:

 

 

Prolog

 

Als die Erde auseinanderfiel, schrieb man dies den Horngreifern zu. Mächtige, dunkle Wesen, bestückt mit rauen, kantigen Hörnern und einem prachtvollen Gefieder. Augen, so glühend wie die Sonne, und ihre Beine, eine riesige Nachbildung des Weißkopfadlers.

Sie waren es, die keine anderen Flugtiere in ihrem Himmel duldeten. Sie waren es, die den Acker beraubten und kaum genug Nahrung für die Himmelselfen übrig ließen.

Und dennoch hielt sich das Gerücht eisern, dass sie nur einem Mythos entsprungen waren. Kein lebender Himmelself aus Sunmord hatte je einen Horngreifer gesehen. Es sann allerdings auch keiner danach, diesen Bestien zu begegnen.

 

 

Die Sonne schob sich über die Bergkette von Sunmord und tauchte die riesige Feste in schillerndes Gold und Orange. Eine Schar Blauschnabelkeiflinge erhob sich von den imposanten Türmen und startete seinen Flug hinab in das bewaldete Gebiet am Fuße der Feste. Überall herrschte bereits reges Treiben. Die Himmelselfen Sunmords lebten ein fleißiges Leben. Doch eine brach aus diesem Rhythmus aus. Inmitten der Häuser stand eine kleine Hütte. Die Fenster waren noch immer abgedunkelt. Die Haustür verriegelt. Kein Laut drang aus dem Inneren.

»Lavidia, steh sofort auf, du musst zum Unterricht!«, rief Mephista und hämmerte gegen die hölzerne Tür.

Sachte glitten Lavidias Lider auf. Ihre prachtvollen Wimpern kitzelten ihre Brauen und die schmale Nase kräuselte sich. Müde reckte sie ihre Glieder in die Höhe und stöhnte leise auf.

»Lavidia?«, tönte es erneut von draußen und noch einmal hämmerte eine Faust gegen das alte Holz.

»Ja, ja, ist ja gut«, beschwerte sich das Mädchen und streckte ihre Beine aus dem Bett. Kraus standen ein paar Haare vom Kopf ab, die sich aus dem langen, dichten Geflecht gelöst hatten.

»Der Unterricht hat bereits begonnen, bitte zieh dich sofort an und komm auf die große Lichtung!«, befahl Mephista.

Lavidia öffnete den Mund, um zu protestieren, verbot es sich dann aber selbst.

Die Schritte entfernten sich. Seufzend ließ sich das junge Mädchen zurück auf das Bett fallen. Die Matten knarrten unter ihrem Gewicht. Sie hatte keine Lust auf das hundertjährige Ritual. Es interessierte sie schlicht nicht. Zudem hasste sie das Fliegen und die Blauschnabelkeiflinge gefielen ihr auch nicht. Sie waren zickig und stanken.

Allerdings musste das Ritual von den jungen Himmelselfen ausgeübt werden. Es war ein Tanz, bei welchem man seinen Flugbegleiter für das restliche Leben finden sollte. Zeitgleich wurde die Vergangenheit ziehen gelassen. Die Plattform mit der Friedstätte der Verstorbenen wurde von der Feste und den anderen Plattformen gelöst und würde in den unendlichen Himmel hinaustreiben. Danach war es an den Jünglingen, eine neue Plattform heranzuziehen und diese wieder mit Sunmord zu verbinden, auf dass sich dieses Ritual nach hundert Jahren wiederholen konnte.

Mit einem Satz sprang Lavidia auf die Beine und stellte sich vor ihren kleinen Schrank, den sie liebevoll aus altem Holz zusammengebaut hatte. Der seidige Stoff ihres Nachtgewandes glitt von ihren Schultern und entblößte die ebenmäßige, reine Haut. Rasch schlüpfte sie in das Reitkorsett und öffnete ihren Zopf. Das rote Haar reichte ihr bis zur Hüfte und kitzelte ihre Arme und Schultern. Geduldig bürstete sie die dichten Strähnen und zähmte die Mähne, indem sie einen Blumenreif aufsetzte. Danach huschte sie hinaus, passierte die Stadtgrenze und die kleine Brücke zur Trainingslichtung, auf welcher bereits der Unterricht begonnen hatte.

 

[...]

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Susanna Montua 2014-2016